Flotte Strampler

Ratgeber Fahrradtypen

Flotte Strampler

Welcher Fahrradtyp sind Sie? Im Fahrradmarkt tummelt sich eine riesige Artenvielfalt. Von praktisch bis exotisch, von sportlich bis bequem, von günstig bis luxuriös. Mit entscheidend sind Ihre Ziele: das kann das Café, das Büro, das nächste Rennen oder der Verlust von fünf Kilo sein. TÜV NORD Mobilität hat für Sie aufgesattelt und die unterschiedlichen Typen unter die Pedale genommen.


Welcher Fahrradtyp sind Sie?

Mountainbike

Manche mögen’s cross: Das Mountainbike (MTB) ist der robuste Sportsfreund, der sich besonders für unbefestigtes, bergiges Gelände eignet. Seit seiner Erfindung Ende der 70-er Jahre haben sich zahlreiche Unter-Spielarten entwickelt. An keinem anderen Fahrradtyp wurde vergleichbar viel geforscht und geschraubt. Viele MTB-Entwicklungen sind mittlerweile auch bei anderen Rädern Standard. Beispielsweise wurden Federgabeln, Ballonreifen und Scheibenbremsen ursprünglich für die MTBs entwickelt. Charakteristisch sind der stabile Rahmen, breite, grobstollige Reifen und eine Kettenschaltung mit bis zu 27 Gängen.


Rennrad

Tempo, Tempo. Das Rennrad ist das klassische Fitness-Studio für die Straße und stammt aus dem Radrennsport. Ideal sind die schlanken Renner auch für figurorientierte Fahrer, die gelenkschonend Kalorien verbrennen wollen. Sie müssen auf dieser Tour de Fit nicht gleich wie ein Profi zigtausend Kilometer im Sattel sitzen, damit überflüssige Pfunde auf der Strecke bleiben.
Rennräder wiegen zwischen 6 und 9 kg und haben sehr schmale Reifen und Felgen. Zur Verbesserung der Aerodynamik ist der Lenker tiefer angeordnet als der Sattel.


Hollandrad

Immer mit der Ruhe, immer kerzengerade: Der Klassiker aus dem Nachbarland hat ein recht hohes Gewicht, zudem ist die Sitzposition durchgehend aufrecht.


Trekkingrad

Auf die lange Tour: Das Trekkingrad fühlt sich auf Straßen und unbefestigten Pfaden zu Hause. Die Naben- oder Kettenschaltung bringt Sie locker auf Touren, der stabile Gepäckträger schleppt Ihre sieben Sachen. Um auf längeren Reisen oder Touren mehr Gepäck mitnehmen zu können, haben manche Trekkingräder oft zusätzlich einen Vorderrad-Gepäckträger.


Cruiser

Sie sind die Harleys unter den Fahrrädern und haben ähnlichen Kult-Charakter. Die ersten Cruiser entstanden in den frühen 50-er Jahren. Die Kult-Bikes machen sich chopperartig lang, charakteristisch ist die geschwungene Rahmenform und die einfache Ausstattung. Häufig wird die Bezeichnung „Cruiser“ als Sammelbegriff für eine Reihe verschiedener Custom-Bikes genutzt. Dazu zählen der klassische Beachcruiser, Stretchcruiser, Chopper und Lowrider. Beachcruiser sind die ursprünglichen Räder der 50-er Jahre mit kurzem, geschwungenem Rahmen, dicker Bereifung und komfortabler Sitzposition.


BMX

Die kleinrädrigen Gefährte wurden ursprünglich für Cross-Rennen und Trial entwickelt. Wie im Motocross jagten die Fahrer Kopf an Kopf über einen mit Sprüngen und Steilkurven versehenen, etwa 400 Meter langen Sand-Parcours. Seit den 60-er Jahren des letzten Jahrhunderts gilt das BMX-Rad als ideales Trick- und Stunt-Fahrrad.


Bonanza-Rad

Die Rückkehr eines Kindertraums aus den späten 60-er und früher 70-er Jahren: Das Bonanza-Rad erinnert auf den ersten Blick an einen etwas zu kurz geratenen Chopper. Augenfällig ist der „Bananensattel“ mit Lehne und die nur für Deutschland typische Vordergabel mit falschen „Schraubenfedern“ und der doppelten Aufnahme für die beiden getrennten Lenkergestänge, das Hirschgeweih.
Im Kontrast dazu stehen die verhältnismäßig kleinen 20“-Räder. Der Schalthebel der 3-Gang-Nabenschaltung ähnelt dem Automatik-Wählhebel eines Autos und sitzt mittig auf den beiden dünnen Oberrohren.
2004 hat ein großer Hersteller eine unter Sicherheitsaspekten verbesserte Version neu aufgelegt, die Legende fährt also weiter.


Klapprad

Den besonderen Vorteil eines Klapp- oder Faltrads erkennen Sie, wenn Sie nicht mit ihm fahren: Ob im Zug, im Auto: Im Handumdrehen verwandelt sich das Rad zum leichten Handgepäck. Oder es macht sich in einer Ecke des Raums klein.


Liegerad

Machen Sie es sich bequem: Eines der Hauptmerkmale des Liegerads ist, dass es keinen Sattel hat, sondern eine Art Schale, in der Sie mehr „liegen“ als sitzen. Die Pedale sind vorne angebracht, der Lenker befindet sich entweder vor dem Oberkörper oder auch unter beziehungsweise neben dem Sitz.

Auch wenn Liegeräder ungewohnt erscheinen, kann fast jeder Radfahrer nach kurzer Eingewöhnungszeit mit ihnen sicher durch die Gegend kurven.


Tandem

Mehr Spaß zu zweit: Ein Tandem ist eine Fahrradkonstruktion mit zwei hintereinander angeordneten Sitzen. Das Besondere: Als Beifahrer können auch Behinderte die Faszination Fahrrad erleben.


Fahrrad-Rikscha

Sie kennen die Rikschas vielleicht von den Bahnhöfen einiger Großstädte. Als umweltfreundliches Taxi kutschieren die Rikschafahrer ihre Gäste durch die Straßen. Die Fahrrad-Rikscha hat drei Räder und besteht aus einer Sitzbank, welche hinten an ein herkömmliches stabiles Fahrrad angebracht ist.


http://www.tuev-nord.de/de/Fahrradtypen_3220.htm

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